Manege frei für den „Circus Minimus“! Die Artisten steigen aus dem Schuhkarton, vollführen ihre Kunststücke, recken sich nach Flötentönen, offenbaren scheinbar Unsichtbares und stemmen Gewichte. Und wie es sich für einen Zirkus gehört, darf auch der Clown mit der leuchtenden Nase nicht fehlen. Doch „Circus Minimus“ ist mehr als bloße Unterhaltung. Wer der Vorstellung aufmerksam folgt, lernt Einiges über die faszinierenden Materialien von smart³.

Denn die Artisten verdeutlichen jeder eine spezifische Eigenschaft intelligenter Materialien und verdeutlichen so das große Potenzial, das in Formgedächtnislegierungen, Piezokeramiken oder thermoreaktiven Materialien steckt. Auf ganz spielerische Weise, für Kinder, für Eltern und für alte Hasen. Denn „Circus Minimus“ ist mehr als ein Kinderspiel. Die eingängigen Demonstratoren schaffen ein Erlebnis des Materials, informieren und schaffen Verständnis und initiieren damit einen Prozess des Erinnerns, Weitergebens und Weiterdenkens. Der Flohzirkus aus dem Schuhkarton bringt damit bereits Kinder und Jugendliche, aber auch die interessierte Öffentlichkeit auf niederschwellige Art und Weise mit intelligenten Materialien in Berührung, die sonst vor allem hinter verschlossenen Labortüren erforscht und verarbeitet werden. Beim „Circus Minimus“ soll jeder etwas mitnehmen.

Und dieses „Mitnehmen“ ist durchaus wörtlich gemeint. Denn die Artisten sind als DIY-Kits konzipiert. Die Bastelsätze zum Selbermachen können demnächst über das Projekthaus smart³, über die Technischen Sammlungen Dresden oder über DIY-Websites bezogen und nachgebaut werden. „Circus Minimus“ schärft so die Wahrnehmung von smart materials in unserem Alltag. Applaus, bitte!

Zirkusdirektor und -gründer sind die Technischen Sammlungen Dresden. Die Artisten enstanden im Rahmen des smart³-Ideenwettbewerbs ZEIT ZU ZEIGEN. Gesucht wurden dabei Ideen für Demonstratoren, die das große Potenzial von smart materials eingängig und mit großer Strahlkraft verdeutlichen.

Die Circus-Direktoren und Initiatoren Holger Seifert (hinten), Anne Adelt (li.), Anja Johannes

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