Seit Anfang Februar lernen die Schüler der 9. Klasse des Dresdner Vitzthum-Gymnasiums im Rahmen der naturwissenschaftlichen Vertiefung „Messen, Steuern, Regeln“ physikalische Gesetzmäßigkeiten mithilfe von smart materials kennen. Dazu startete mit maßgeblicher Beteiligung von smart³ Anfang Februar die Experimentierreihe mit einem Einblick in die Materialien im Makerspace der SLUB. Die Schüler konnten die smart³-Demonstratoren bestaunen und erste Ideen auf Basis von smart materials entwickeln.

Die darauffolgenden zwei Unterrichtseinheiten im Gymnasium wurden vom smart³-Team begleitet und betreut. Inhalte des experimentellen Unterrichts waren zunächst das Kennenlernen der Materialeigenschaften und deren Anwendungsbereiche. Kern des anwendungsbezogenen Unterrichtes ist ebenfalls das eigenständige Erarbeiten von Materialwissen und eigene Überlegungen zu einem Projekt mit Formgedächtnislegierungen (FGL). Dazu haben Miriam Walther und Christian Walter vom Innovationsnetzwerk smart³ gemeinsam mit Andreas Kaiser vom Vitzthum-Gymnasium potentielle Ideen und den Schülern als Inspiration für ihre Projekte mitgegeben. Einen Teil der gesammelten Ideen sehen Sie auf unserem YouTube-Kanal.

Theoretisches Wissen konnte im Zuge des Unterrichtes anhand von Arbeitsblättern und Videos vermittelt werden. Im praktischen Teil haben die Gymnasiasten eine Zugfeder aus FGL-Draht hergestellt. Diese selbsthergestellte Feder ist in einen Folge-Versuch verwendet worden, um die reversible Verformung von FGL wahrnehmbar zu machen. Die Schüler beobachteten das Auslösen des FGL-Effektes im Wasserbad bei Erwärmung. In einem weiteren Experiment berechneten die Jugendlichen den spezifischen elektrischen Widerstand von FGL.

Im Moment findet für die wissenschaftsaffinen Schüler Vertiefungsunterricht in Biologie und Informatik statt. Ab 9. Mai wird der FGL-Unterricht fortgeführt. Die Schüler arbeiten dann mit Unterstützung von smart³ an ihren eigenen smarten Projekten.

Nach Abschluss des Unterrichtes wird die findigste Idee auf der Vitzthum-Messe im Gymnasium-Komplex  zu sehen sein.  Die Kooperation selbst wird im Juni weiter ausgebaut. Der Experimentier-Baukasten, welchen Maschinenbau-Praktikant Christian Walter und Projekthaus-Mitarbeiterin Miriam Walther konzipieren, wird mit ausgesuchten Schülern versuchsweise auf Praktikabilität getestet. Ziel ist die Herstellung eines Baukastens mit smart materials, der vom gesamten Konsortium genutzt werden kann.

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