Drei Tage Forum Wissenschaftskommunikation 2018 in Bonn. Drei Tage Input, Ideen und Visionen zur erfolgreichen Wissenschaftskommunikation zwischen Branchenvertretern und Wissenschaftskommunikatoren. Und smart³ mittendrin, statt nur dabei.

Wenn wir von Piezokeramiken, thermischen und magnetischen Formgedächtnislegierungen oder dielektrischen Elastomeren sprechen, klingt das für die breite Öffentlichkeit erst einmal nach komplizierter Wissenschaft und Fachsimpelei. Das muss es nicht, sind intelligente Werkstoffe doch unsichtbare Alltagsbegleiter, die alle etwas angehen – nicht nur Materialwissenschaftler und Fachingenieure. Um das verständlich zu machen, braucht es gute, öffentliche Wissenschaftskommunikation, die fachfremdem Publikum mit jeglicher Nähe oder Entfernung zum Thema erlaubt, die komplexen Prozesse und das komplizierte Fachwissen zu verstehen. Mit anderen Worten heißt das: Wissenschaft für alle – in unserem Sinne also: smart materials für alle.

Auf dem 11. Forum Wissenschaftskommunikation (bekannt unter dem Hashtag #FWK18) trafen sich auch in diesem Jahr wieder über 500 Experten, Branchenvertreter und Wissenschaftskommunikatoren, die alle im Kern ihrer Tätigkeit und Leidenschaft diese Vision verfolgen. Raus aus dem Elfenbeinturm, dem Labor, dem stillen Forscherkämmerlein, hinaus in die Gesellschaft, Menschen aus allen Bereichen, von jung bis alt und groß bis klein. Längst kein Geheimnis mehr ist, dass in der Wissenschaftswelt erfolgreiche Projekte mittlerweile oft mit guter Wissenschaftskommunikation einhergehen. All das in den unterschiedlichsten Arten und Formaten, wie sich auch auf dem #FWK18 zeigte. Auf dem Programm: Keynotes, Vorträge, Sessions und Workshops mit anschaulichen Beispielen. Unter anderem: Humor als Zugang zu sonst trockenen Inhalten, empfiehlt Dr. Eckart von Hirschhausen, bekannter Buchautor und Mediziner. Komödiante Darstellungen helfen, besonders bei kontroversen, polarisierten Themen der Wissenschaft wie Impfungen oder Organspende. Sie gewinnen die Aufmerksamkeit der Zuhörer und bringen sie humorvoll dazu, festgefahrene Einstellungen zu überdenken. Auch Comics regen auf bunte, lockere Weise grau gewordene Gehirnzellen an, um Wissenschaft erfolgreich zu Wort kommen zu lassen.

Mit anderen Worten heißt das: Wissenschaft für alle – in unserem Sinne also: smart materials für alle.

Smart³ kümmert sich ausgiebig um die gute, verständliche und vielfältige Kommunikation der neusten Erkenntnisse aus der Materialwissenschaft. Eins der dafür angewandten Formate ist die forschungswerkstatt smart materials im Rahmen des FuE-Projektes smart materials satellites, die als Best Practice-Beispiel auf dem #FWK18 vorgestellt wurde. Von Mai bis Oktober 2018 in den Technischen Sammlungen Dresden ausgestellt, bot die forschungswerkstatt ihren kleinen und großen Besuchern viele Stationen zum Ausprobieren und Experimentieren mit den besonderen Materialien. Die kleinen Monster, die dank erwärmter Formgedächtnislegierungs-Drähte aus ihren Verstecken hervorkamen oder der gruselig magnetische Schleim, den man mit Hilfe von Magneten zum Tanzen bringen konnte – zwischen Science Camp und offener Werkstatt entfaltete sich dieses Format zum vollen Erfolg. Es wurde nicht nur Wissen aus aktuellen Forschungsbemühungen in der Materialwissenschaft gezeigt und vorgeführt, sondern vor allem greifbar und erfahrbar gemacht und damit publikumsnah und mit großem Erinnerungspotenzial.

Was vom Forum Wissenschaftskommunikation 2018 bleibt, sind reichlich Eindrücke und frische Ideen für künftige Projekte, eine gelungene Vorstellung der forschungswerkstatt mit vielen neugewonnenen Interessenten und ein um zahlreiche neue Kontakte erweitertes smart³-Innovationsnetzwerk./mk

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