Ca. 50 % der Bevölkerung in Deutschland leidet an Rückenschmerzen. Sie sind damit die häufigste Ursache für Berufserkrankungen und können zu enormen Einschränkungen im Privat- und Berufsleben führen. Als Ursache gelten vor allem eine fehlerhafte Körperhaltung und Immobilität. Physiognomia möchte das ändern.

Das smarte Wearable erkennt die Körperhaltung des Trägers und gibt direktes Feedback zur Korrektur der Fehlhaltung. Dazu integrierte die Designernin Julia Danckwerth dielektrische Elastomere in das Kleidungsstück. Die smart materials sind in der Lage, unvorteilhafte Rückenhaltungen zu erkennen und entsprechende Signale zu geben. Über eine App sowie über optische und haptische Signale erhält der Nutzer so unmittelbar den Hinweis zur Haltungskorrektur. Unterstützt wurde die Entwicklung vom Center Smart Materials des Fraunhofer ISC und der weißensee kunsthochschule berlin. Im Austausch mit Physiotherapeuten und Orthopäden wurden Triggerpunkte der Haltungsbeschwerden identifiziert und die Positionierung der Sensoren abgestimmt.

Physiognomia: Preisträger im smart³-Ideenwettberb

Physiognomia ist eines der Siegerprojekte des smart³-Ideenwettbewerbs ZEIT ZU ZEIGEN. In dessen Rahmen wurden Ideen für Demonstratoren gesucht, die das Potenzial von smart materials mit großer Strahlkraft verdeutlichen. Die besten Ideen wurden mit dem smart³-Award und einer Umsetzungsfinanzierung prämiert. Zu den Prämierten gehören neben Julia Danckwerth:

  • „Physiognomia“ – Julia Danckwerth (weißensee kunsthochschule berlin)
  • „CannyCan“ – Christoph Eppler (Fraunhofer IWU)
  • „Sensegrity“ – Sebastian Piatza (The Constitute)
  • „Shave³“ – Prof. Frithjof Meinel (Burg Giebichenstein) & Dr. Markus Laufenberg (ETO MAGNETIC GmbH)
  • „Circus Minimus“ – Anja Johannes & Holger Seifert (Technische Sammlungen Dresden) [Jury-Sonderpreis]

DE-Sensor und Steuerungseinheit