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Die Ausstellung +ultra. gestaltung schafft wissen zeigt neue Perspektiven auf Theorie und Praxis von Gestaltungsprozessen in Wissenschaft, Design und Architektur und thematisiert die Anforderungen, die wissenschaftlich-technische und gesellschaftliche Entwicklungen heute an die Gestaltung stellen.

Das smart³ Forschungsprojekt Smart Tools for Smart Design (ST4D) ist nun Teil der Ausstellung +ultra gestaltung schafft wissen im Martin-Gropius-Bau in Berlin sein wird. ST4D wurde im Forschungsschwerpunkt Experimentelle Materialforschung des Fachgebiets Textil- und Flächendesign der Weißensee Kunsthochschule Berlin im Rahmen des vom BMBF geförderten Konsortiums smart3 durchgeführt.

Wissenschaft ist Gestaltung und Gestaltung bringt Wissen hervor. Digitale Technologien haben dazu beigetragen, unsere Wahrnehmung und unser Wissen grundlegend zu verändern: Sie bestimmen Möglichkeiten, lenken und strukturieren die Handlungen des Menschen, sie formen und beeinflussen das Wissen von der physischen und virtuellen Welt. Bislang wird jedoch unterschätzt, dass menschlich, technisch oder natürlich gestaltete Dinge selbst aktiv modellieren und das Wissen mitgestalten, das sie hervorbringen.

Ab 30.09.2016 werden die Forschungsergebnisse für drei Monate im Rahmen der Ausstellung zu sehen sein. In einer Vorlesung  für Schulklassen der 8. bis 13. Klasse und eines smart material Workshops am 5.Oktober konnten die Design Tools mit smarten Werkstoffen präsentiert und getestet werden.

„Der Workshop lief super!“, fasst ST4D-Projektmitarbeiterin Julia Wolf zusammen. „Die Gruppe war bunt gemischt und bestand aus Biologen, Informatikern und Designern. Alle waren ganz begeistert dabei und wir haben ein paar schöne Ideen gesammelt.“

Im Workshop wurden die drei formveränderbaren Materialien Formgedächtnislegierungen (FGL), dielektrische Elastomeraktoren (DEA) und Piezokeramiken (PIEZO) vorgestellt. Aus Perspektive der Designerinnen Julia Wolf und Veronika Aumann sind die Funktionsweise, die technischen Voraussetzungen, die Potentiale und die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten dieser Smart Materials gezeigt sowie „hands-on“ deren Zauberhaftigkeit durch Demonstratoren greifbar gemacht worden.