Der Höhepunkt des Sommers liegt hinter uns, in nahezu allen Bundesländern läuft nach den Sommerferien die Schule wieder und so wie die zweite Hälfte des Arbeitsjahres 2018 beginnt, so wird es für das Netzwerk smart³ Zeit, den Blick auf die finale Phase der Förderperiode und die Zeit danach zu richten. So nutzten wir den Ausklang der warmen Tage für einen umfassenden Strategieworkshop, zu dem Vertreter des Netzwerks unter Moderation des VDI/VDE-IT Zukunftsszenarien für smart³ entwickeln und diskutieren sollten.

Moderator stellt Gruppe von Leuten Evaluierungsergebnisse vor

Um den status quo und den aktuellen Standpunkt von smart³ auch im internationalen Vergleich zu verdeutlichen, stellten die Vertreter des VDI/VDE-IT die Ergebnisse des Benchmarking-Prozesses vor, in dessen Rahmen smart³ gegenüber vergleichbaren europäischen Initiativen verglichen wurde. Im Rahmen der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Auftrag gegebenen clusterpolitischen Exzellenzmaßnahme „go-cluster“ wurden die Einzelinitiativen in Bereichen wie Zukunftsfähigkeit, Schlagkraft und Mitgliederleistungen geprüft. Es freut uns, dass smart³ hier in nahezu allen Bereichen überdurchschnittlich abschneiden konnte.

Im Anschluss an diesen Report oblag es den Mitgliedern, die Zukunft des Netzwerkes weiter voranzubringen. In Gruppenarbeit diskutierten die Teilnehmer über mögliche Finanzierungsmöglichkeiten nach dem Auslaufen der Förderperiode. Gleichzeitig wurden auch Serviceleistungen erörtert, die die Geschäftsstelle den Mitgliedern zur Verfügung stellen kann. Dieser Workshop gliedert sich ein in die bereits mit dem Vorstand begonnene Arbeit und fließt nach Auswertung durch den VDI/VDE-IT und die Geschäftsstelle ein in die Weiterentwicklung einer zukunftsorientierten, nachhaltigen Strategie für das Innovationsnetzwerk smart³.

Vom Kampf gegen Rückenschmerzen und einem Flohzirkus

Nach dieser zukunftsorientierten Session konnte sich ein Großteil der anwesenden Mitglieder zurücklehnen und bei einem Glas Sekt oder Orangensaft von der Innovationskraft und Kreativität in smart³ inspirieren lassen. Denn nun war es an den Gewinnern des smart³-Ideenwettbewerbs ZEIT ZU ZEIGEN, ihre Projekte vorzustellen und die Ergebnisse ihrer Arbeit zu präsentieren. ZEIT ZU ZEIGEN wurde im vergangenen Jahr von smart³ initiiert, um Demonstratoren zu entwickeln, die das Potenzial von smart materials auf eingängige Weise wiederspiegeln. Eine interdisziplinär besetzte Jury bewertete die eingegangenen Ideen und vergab schließlich vier Preise plus einen Jury-Sonderpreis. Die damit verbundene Umsetzungsfinanzierung wurde von den Gewinnerteams genutzt, die Ideen in die Tat umzusetzen. So entstand etwa das Leuchtenkonzept „Sensegrity“ auf Basis des Tensegrity-Prinzips, die je nach Lichtstärke ihre Form verändert und damit die Raumatmosphäre stimmig zu verändern in der Lage ist. Im Bereich Prävention und Rehabilitation entstand mit „Physiognomia“ ein smart wearable, das den Träger bei gesunder Körperhaltung unterstützt und Haltungsschäden vorbeugt in dem es im Falle einer ungesunden Haltung warnt und zur Korrektur mahnt.

Die „CannyCan“ verspricht, nie wieder verbrannte Kindermünder; der nachrüstbare Einsatz für Trinkflaschen öffnet sich nämlich erst, wenn Nahrung bzw. Getränk eine bestimmte Temperatur unterschritten haben. Und sind die Kinder satt und gewickelt, können sich die Eltern mit einem weiteren Gewinner des Ideenwettbewerbs der eigenen Körperpflege widmen: mit einem neuartigen Rasierkonzept und Haut schonenderer Rasur rasiert „Shave³“ sanfter als herkömmliche Rasierer und denkt dabei den Einsatz des Rasierers neu.
Der Jury-Sonderpreis ging mit dem „Circus Minimus“ an einen Flohzirkus smarter Artisten, die die Funktion der smart materials niederschwellig und unterhaltsam durch ihre Kunststücke vermitteln. Diese Artisten werden – genau wie die anderen Siegerprojekte – ab sofort in den Aus- und Vorstellungen des Netzwerks smart³ auftreten.

Mann stellt auf dem Tensegrity-Prinzip beruhenden Demonstrator vor

Ein Sommerabend mit Weitblick

Den passenden Rahmen, um die Eindrücke und Ergebnisse von Workshop und Ideenwettbewerb in Ruhe auswerten und besprechen zu können, bot im Anschluss das Sommerfest im Turm der Technischen Sammlungen Dresden. Über den Dächern des Dresdner Gründerzeitviertels ließen die Teilnehmer nach Workshop bzw. dem Rahmenprogramm für die Begleitpersonen den Tag bei sommerlichem Fingerfood und einem herrlichen Blick auf den Sonnenuntergang, die Dresdner Elbhänge und die Tafelberge der Sächsischen Schweiz ausklingen. Für die perfekte musikalische Untermalung sorgten dabei die kraftvollen Flamenoc-Klänge der Compaña Flamenca. Wer es hingegen etwas ruhiger angehen lassen wollte, ließ den Tag mit einem Getränk in der Hand im Liegestuhl Revue passieren oder feilte bereits mit den anderen smart³-Mitgliedern an neuen Ideen und Projekten.

Flamenco-Tänzerin vor Publikum